Bestellsystem fürs Vereinsfest – Bassist im Vergleich

Für die Bewirtung auf einem Vereinsfest gibt es grob vier Wege: Bestellzettel bzw. Wertmarken, ein Gastro-Kassensystem, ein Funkbonier-System wie Orderman oder ein Bestellsystem speziell für Vereinsfeste – wie Bassist oder vergleichbare Systeme anderer Anbieter. Jede Lösung hat ihre Berechtigung. Diese Seite zeigt, worin sie sich unterscheiden und welche zu welchem Fest passt.


Der entscheidende Unterschied: Monitor statt Bonstapel

Die meisten elektronischen Systeme – Kassensysteme, Orderman und auch die meisten Bestellsysteme für Vereinsfeste – drucken jede Bestellung sofort als Bon in Küche und Ausschank aus. Damit ist die Bestellung aus dem System heraus und wieder auf Papier: Bons stapeln sich, müssen von Hand sortiert, verteilt und abgelegt werden, und in der Hektik geht auch mal einer verloren. Am Ende ist es wieder Zettelwirtschaft – nur gedruckt statt geschrieben.

Bassist geht einen anderen Weg: Die Bestellung bleibt im System, bis sie fertig ist.

  1. Anzeigen statt drucken: Jede Bestellung erscheint auf dem Monitor der zuständigen Abteilung – gruppiert pro Tisch und sortiert nach Wartezeit. Was am längsten wartet, steht oben.
  2. Überblick über alles Offene: Eine Übersicht zeigt, wie viel von welchem Gericht oder Getränk gerade offen ist. Die Küche sieht z.B. „14 × Schnitzel“ und kann größere Mengen auf einmal zubereiten, statt Bon für Bon abzuarbeiten.
  3. Bon erst für den letzten Meter: Erst wenn eine Bestellung fertig ist, schließt das Personal sie per Fingertipp ab – und erst dann druckt Bassist den Bon. Er wird aufs Teller oder Tablett gelegt und zeigt, welche Bedienung die Bestellung an welchen Tisch bringt.

Das Ergebnis: Keine Bestellung geht verloren, nichts muss sortiert werden, und Küche und Ausschank sehen jederzeit, wie viel noch zu tun ist und wer am längsten wartet.

Küchenmonitor des Bestellsystems Bassist: offene Bestellungen sortiert nach Wartezeit und Übersicht, wie viel von welchem Gericht offen ist.

Der Monitor zeigt alle offenen Bestellungen an – das vermeidet Zettelchaos. Die Bestellungen werden nach Wartezeit sortiert und gruppiert angezeigt und lassen sich einfach ablesen.

Großer Monitor des Bestellsystems Bassist über der Essensausgabe im Festzelt: offene Bestellungen pro Tisch und Bestellübersicht der Küche; darunter Tablet und Bondrucker, daneben fertige Teller.

Großer Monitor über der Essensausgabe: Küchenteam und Austräger sehen auf einen Blick, welche Bestellungen offen sind und wie viel von jedem Gericht zubereitet werden muss. Darunter Tablet und Bondrucker – der Bon wird erst gedruckt, wenn das Essen fertig ist.


Überblick

Bestellzettel / Wertmarken Gastro-Kassensystem Orderman (Funkbonieren) Bassist
Gedacht für kleine Feste Gastronomie, Dauerbetrieb Gastronomie, Dauerbetrieb Vereinsfeste, Festzelte, Vereinsgaststätten
Gerät der Bedienung Block und Stift Tablet oder Handheld des Anbieters Orderman-Handheld eigenes Smartphone, ohne App
Bestellung kommt in Küche/Ausschank wenn die Bedienung den Zettel bringt sofort, als Bon sofort, als Bon sofort, auf dem Monitor
Offene Bestellungen Zettelstapel Bonstapel, von Hand sortieren Bonstapel, von Hand sortieren am Monitor, sortiert nach Wartezeit
Bon wird gedruckt – bei der Bestellung bei der Bestellung erst wenn die Bestellung fertig ist
Mengenübersicht für die Küche nein selten selten ja, gruppiert nach Produkt
Abrechnung pro Bedienung von Hand ja ja ja, je Zahlungsart samt Trinkgeld
Internet nötig nein oft (Cloud-Kasse) nein nein
TSE (KassenSichV) – ja über die angebundene Kasse nein, reines Bestellsystem
Kosten gering monatliche Gebühr oder Miete, oft Mindestlaufzeit mehrere Hundert Euro je Handheld plus Kassensystem 370 € Miete pro Veranstaltung oder Kauf ab 750 €

Bestellzettel und Wertmarken

So läuft es auf vielen Festen seit Jahrzehnten: Die Bedienung schreibt die Bestellung auf einen Block und trägt den Zettel in Küche und Ausschank, oder die Gäste kaufen an der Kasse Wertmarken und holen sich Essen und Getränke selbst.

  • Vorteile: kaum Kosten, keine Technik, jeder kennt es
  • Nachteile: Laufwege zur Theke, bevor überhaupt etwas zubereitet wird; unleserliche Zettel und vergessene Positionen; die Küche weiß nicht, wie viel gerade insgesamt offen ist; Kassensturz pro Bedienung von Hand; nach dem Fest keine Zahlen für die nächste Planung
  • Passt für: kleine Feste mit Selbstbedienung an einer Theke

Wer bei Selbstbedienung bleiben, aber Schlangen vor der Essensausgabe vermeiden will, kann Bassist auch nur mit Kasse und Pagern einsetzen: Der Gast bekommt einen Pager, der sich meldet, sobald das Essen fertig ist.


Gastro-Kassensystem

Kassensysteme für die Gastronomie (meist als App auf Tablets mit Cloud-Anbindung) erfassen jeden Verkauf, erstellen Belege und erfüllen mit einer Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) die Anforderungen der Kassensicherungsverordnung.

  • Vorteile: rechtssichere Kasse für den Dauerbetrieb, umfangreiche Auswertungen, Anbindung an Buchhaltung
  • Nachteile: ausgelegt auf ein Restaurant mit festem Personal, nicht auf ein Fest am Wochenende; meist monatliche Gebühren, Mindestlaufzeiten und Gebühren pro Gerät; häufig Internet nötig; die Einrichtung für ein einzelnes Fest ist aufwendig; Bestellungen landen in Küche und Ausschank sofort als Bon – ohne Übersicht, was gerade offen ist und was am längsten wartet
  • Passt für: Gastronomiebetriebe – und Vereine, für die ausnahmsweise eine Kasse mit TSE vorgeschrieben ist

Bassist ist kein Kassensystem im Sinne der KassenSichV und hat keine TSE. Für Vereine ist das in aller Regel unproblematisch – auch für die eigene Vereinsgaststätte, solange keine TSE-Pflicht besteht. Nur wenn eine TSE vorgeschrieben ist, was bei Vereinen selten vorkommt, führt an einem Kassensystem kein Weg vorbei. Ob das für Ihren Verein gilt, muss der Verein bzw. Veranstalter selbst prüfen.


Orderman und andere Funkbonier-Systeme

Orderman ist das in der Gastronomie verbreitete Funkbonier-System: Die Bedienung tippt die Bestellung in ein robustes Handheld, sie wird per Funk an die Kasse übertragen und in Küche und Ausschank als Bon gedruckt.

  • Vorteile: robuste, spezialisierte Geräte, in der Gastronomie bewährt, gute Funkreichweite
  • Nachteile: jede Bedienung braucht ein eigenes Handheld, das allein schon mehrere Hundert Euro kostet; Orderman arbeitet mit einem Gastro-Kassensystem zusammen, das zusätzlich angeschafft und eingerichtet werden muss; ungewohnte Bedienung für Aushilfen, die nur einmal im Jahr im Einsatz sind; Bestellungen werden sofort als Bon gedruckt und müssen in Küche und Ausschank von Hand sortiert werden
  • Passt für: Gastronomiebetriebe mit festem Personal und täglichem Betrieb

Bassist funktioniert ähnlich, ist aber auf Vereinsfeste zugeschnitten: Statt Handhelds verwenden die Bedienungen ihre eigenen Smartphones, und es gibt keine Gebühr pro Bedienung.


Andere Bestellsysteme für Vereinsfeste

Neben Bassist gibt es weitere Systeme für Vereins- und Zeltfeste. Bei der Bestellaufnahme funktionieren sie ähnlich wie Bassist: Die Bedienungen bestellen per Smartphone oder Tablet im Browser oder per App. Der große Unterschied liegt in Küche und Ausschank: Dort wird bei den meisten Systemen jede Bestellung sofort als Bon gedruckt. Manche werden komplett mit Hardware vermietet, bei anderen bringt der Verein die Geräte selbst mit oder baut das System selbst auf.

Worauf es beim Vergleich ankommt:

  • Monitor oder Bonstapel: Wird jede Bestellung sofort gedruckt, landen Küche und Ausschank wieder bei Zetteln, die sortiert und verwaltet werden müssen. Bei Bassist bleiben die Bestellungen im System, erscheinen sortiert nach Wartezeit mit Mengenübersicht auf dem Monitor, und der Bon wird erst gedruckt, wenn die Bestellung fertig ist (mehr dazu).
  • Lokal oder Cloud: Manche Systeme laufen über einen Cloud-Dienst und brauchen auf dem Festplatz eine stabile Mobilfunkverbindung (4G/LTE). Bassist läuft komplett im lokalen WLAN, ganz ohne Internet.
  • TSE: Mehrere Anbieter liefern ihr System mit zertifizierter TSE als Kassensystem nach KassenSichV aus. Das braucht ein Verein aber nur, wenn für ihn eine TSE-Pflicht besteht – was selten der Fall ist. Bassist hat keine TSE.
  • Kauf mit fertiger Hardware: Wer regelmäßig feiert, will das System oft besitzen. Bassist gibt es zum Kauf als fertig eingerichtetes Paket mit Server, Bildschirmen und Bondruckern, statt als Software zum Selbstaufbau.
  • Funktionen rund ums Fest: Warenbestand mit Kombiprodukten, Pager für die Selbstabholung, Kasse für den Direktverkauf, Kartenzahlung, Umsatz pro Bedienung – hier lohnt der genaue Blick, was jeweils dabei ist.
  • Was im Preis enthalten ist: Vergleichen Sie nicht nur den Mietpreis, sondern auch, was dazugehört: Server, Bildschirme, Bondrucker und WLAN, Einrichtung, Einweisung und Hilfe während des Fests. Bei Bassist ist im Mietpreis von 370 € alles außer den Smartphones dabei.

Bassist – das Bestellsystem für Vereinsfeste

Bassist wurde 2019 für die Feste der Vereinsgemeinschaft Breitenbrunn entwickelt und ist seitdem auf Dorffesten, Feuerwehrfesten, Schützenfesten, Musikerfesten und Faschingsbällen im Einsatz.

  • Eigene Smartphones statt Spezialgeräte: Bassist läuft im Browser, ohne App. Beliebig viele Bedienungen, keine Gebühr pro Bedienung.
  • Monitor statt Bonstapel: Die Bestellungen bleiben im System und gehen nicht verloren. Küche und Ausschank sehen alle offenen Bestellungen sortiert nach Wartezeit und eine Übersicht, wie viel von welchem Gericht offen ist. Den Bon mit Bedienung und Tisch druckt Bassist erst, wenn die Bestellung fertig ist – für den letzten Meter zum Gast.
  • Ohne Internet: Alles läuft im lokalen WLAN, auch im Festzelt auf der Wiese.
  • Für Vereinsfeste gemacht: Warenbestand mit Kombiprodukten, Kasse für den Direktverkauf mit Gutschein-Bons, Pager für die Selbstabholung, Kassieren am Tisch mit Kartenzahlung, Umsatzübersicht pro Bedienung für den Kassensturz.
  • Alles aus einer Hand: Server, Bildschirme, Bondrucker und WLAN kommen im Mietpaket mit, inklusive Einweisung.
  • Grenzen: kein Kassensystem mit TSE; es braucht flächendeckendes WLAN im Bewirtungsbereich und Bedienungen mit Smartphone.

Kosten: Miete des Standardpakets für zwei Abteilungen (Küche und Ausschank) 370 € pauschal pro Veranstaltung. Kauf ohne laufende Kosten: Komplettpaket für zwei Abteilungen 750 € (Tablet-Variante mit eigenen Tablets) bzw. 1.390 € mit All-in-One-PCs und Bondruckern. Alle Preise ohne Umsatzsteuer (Kleinunternehmer nach § 19 UStG), Details zu Miete und Kauf.


Welche Lösung passt zu welchem Fest?

  • Kleines Fest, Selbstbedienung an einer Theke: Wertmarken reichen. Bilden sich Schlangen an der Essensausgabe, helfen Bassist mit Kasse und Pagern.
  • Fest mit Bedienung am Tisch, Festzelt, Faschingsball: Hier spielt Bassist seine Stärken aus – kürzere Wartezeiten, weniger Fehler, Überblick für die Küche.
  • Ein oder zwei Feste im Jahr: Bassist mieten.
  • Mehrere Feste im Jahr, eigenes Vereinsheim: Bassist kaufen. Nach wenigen Festen ist der Kauf günstiger als die Miete.
  • Vereinsgaststätte ohne TSE-Pflicht: Bassist kaufen – es passt für den regelmäßigen Betrieb genauso wie fürs Fest.
  • TSE-Pflicht (bei Vereinen selten): ein Kassensystem mit TSE.

Selbst ausprobieren

Unter minlux.de/bassist/ können Sie Bassist ohne Zugangsdaten ausprobieren. Am besten öffnen Sie mehrere Fenster nebeneinander – Bedienung, Küche, Ausschank – und geben einige Bestellungen auf. Ein Angebot für Ihre Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail an info@minlux.de oder telefonisch unter +49 731 14112232.


Häufige Fragen

Warum druckt Bassist die Bestellung nicht sofort als Bon aus?
Weil ein sofort gedruckter Bon die Bestellung wieder zu Papier macht: Bons stapeln sich in Küche und Ausschank, müssen von Hand sortiert und verwaltet werden und können verloren gehen. Bei Bassist bleibt die Bestellung im System und wird auf dem Monitor der Abteilung angezeigt – gruppiert pro Tisch, sortiert nach Wartezeit, mit einer Übersicht, wie viel von welchem Gericht gerade offen ist. Der Bon wird erst gedruckt, wenn die Bestellung fertig ist, und kommt mit aufs Teller oder Tablett, damit die Bedienung weiß, an welchen Tisch sie gehört.
Lohnt sich ein elektronisches Bestellsystem für ein Vereinsfest?
Sobald am Tisch bedient wird und mehr als eine Handvoll Bedienungen unterwegs sind, meistens ja. Die Bestellung ist in Küche und Ausschank, während die Bedienung noch am Tisch steht – das spart Laufwege und Wartezeit. Unleserliche Zettel und vergessene Positionen entfallen, und nach dem Fest ist klar, was verkauft wurde. Bei einem kleinen Fest mit Selbstbedienung an einer einzigen Theke reichen dagegen oft Wertmarken.
Was ist der Unterschied zwischen einem Bestellsystem und einem Kassensystem?
Ein Bestellsystem wie Bassist bringt Bestellungen vom Tisch in Küche und Ausschank und hilft beim Kassieren am Tisch. Ein Kassensystem im Sinne der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) erfasst dagegen jeden Verkauf manipulationssicher mit Technischer Sicherheitseinrichtung (TSE) und erfüllt die Beleg- und Aufzeichnungspflichten für Gewerbetreibende. Für Vereinsfeste gelten diese Pflichten in aller Regel nicht im selben Umfang – ob sie für eine Veranstaltung gelten, muss der Veranstalter selbst prüfen.
Ist Bassist günstiger als Orderman?
Für Vereine in der Regel ja. Orderman ist ein Funkbonier-System für die Gastronomie: Jede Bedienung braucht ein eigenes Handheld, das mit einem Gastro-Kassensystem zusammenarbeitet. Bei Bassist nutzen die Bedienungen ihre eigenen Smartphones, es gibt keine Gebühr pro Bedienung, und das Standardpaket für zwei Abteilungen kostet 370 € Miete pro Veranstaltung bzw. ab 750 € im Kauf (Einmalpreis, ohne laufende Kosten).
Reicht nicht eine einfache Bestell-App?
Einfache Bestell-Apps drucken die Bestellung meist nur auf einen Drucker in Küche und Ausschank; Einrichtung, Hardware und Hilfe bei Problemen liegen beim Verein. Bassist läuft dagegen ohne App im Browser, zeigt offene Bestellungen sortiert nach Wartezeit auf großen Bildschirmen in Küche und Ausschank, verwaltet den Warenbestand, ruft Pager auf und wird komplett mit Server, Bildschirmen, Bondruckern und WLAN geliefert – inklusive Einweisung und telefonischem Support.
Kommen Aushilfen und ältere Bedienungen mit Bassist zurecht?
Ja. Bedient wird mit dem eigenen Smartphone, das jeder kennt: Tisch antippen, Speisen und Getränke antippen, absenden. Eine App muss nicht installiert werden. Die Einweisung bei der Übergabe ist im Mietpreis enthalten; in der Praxis reichen wenige Minuten pro Bedienung.
Was passiert bei einem Stromausfall oder wenn das WLAN ausfällt?
Die Bestellungen sind auf dem Bassist-Server gespeichert und gehen nicht verloren. Hat eine Abteilung länger als eine Minute keine Verbindung, färbt sich ihr Bildschirm rot, damit das Problem sofort auffällt. Sicherheitshalber sollten – wie bei jedem elektronischen System – ein paar Bestellblöcke als Notlösung bereitliegen.